Das antike Messene zählt zu den größten und am vollständigsten erhaltenen antiken Städten ganz Griechenlands – und dennoch wird es weit weniger besucht als die berühmten Namen der Peloponnes. Gegründet wurde es 369 v. Chr. vom thebanischen Feldherrn Epaminondas, in den Jahren nach seinem Sieg über Sparta in der Schlacht von Leuktra, als neue Hauptstadt eines Messeniens, das endlich von jahrhundertelanger spartanischer Herrschaft befreit war. Schnell als großes Bekenntnis zur Freiheit errichtet, wurde die Stadt in einem großzügigen Raster am Fuße des Berges Ithome angelegt, des heiligen Berges, der den Messeniern lange als Zuflucht und Symbol gedient hatte – etwa 30 Kilometer nordwestlich des heutigen Kalamata.
Da die Stadt niemals unter einer späteren Siedlung begraben wurde, sind ihre Monumente in bemerkenswertem Maße erhalten, und mehr als ein Jahrhundert Ausgrabungen hat sie in außergewöhnlicher Vollständigkeit wieder ans Licht gebracht. Im Herzen liegt das Asklepieion – kein einfacher Heiligtumskomplex, sondern ein monumentales städtisches und religiöses Ensemble aus Tempel, Säulenhof, Ratshaus und kleinem Theater. Daneben stehen ein wunderschön erhaltenes Theater, ein gewaltiges Stadion, umgeben von dorischen Säulengängen und verbunden mit dem Gymnasium, das Ekklesiasterion, in dem die Volksversammlung tagte, Heiligtümer, Brunnen und Gräber. Um das alles zieht sich eine der am besten erhaltenen Stadtmauerringe der griechischen Welt – fast neun Kilometer lang, gesäumt von Türmen und dem prächtigen Arkadischen Tor mit seinem großen runden Innenhof.
Die Stätte liegt neben dem Dorf Mavrommati, über die grünen Hänge unterhalb des Berges Ithome verteilt, dessen Gipfel einst das Heiligtum des Zeus Ithomatas trug und heute ein Kloster beherbergt. Von Kalamata aus ist es eine leichte und wunderschöne Fahrt, und ihre Größe, ihre Lage und ihre Stille machen sie zu einem der stimmungsvollsten archäologischen Erlebnisse Griechenlands – eine ganze Stadt zum Durchwandern, nicht nur ein einzelnes Monument. Das Gelände ist offen und kann im Sommer heiß werden, daher sind die Stundenfenster am frühen Morgen oder späten Nachmittag weit angenehmer als die Mittagszeit. Da der Eintritt stundenweise terminiert ist, übernehmen wir die Ticketbuchung in Ihrer Sprache und reservieren das gewünschte Zeitfenster für Sie – so können Sie Ihre Energie den Ruinen widmen statt der Warteschlange.